Blindgänger-Alarm auf Amazon

Da ist es nun - etwas dünn wirkt es trotz seiner 380 Seiten, und die ersten schimpfen schon: Die Schrift ist ja so klein! Aber: Es ist draußen. So!
Was es sonst mit "Blindgänger" auf sich hat und wie der Roman entstanden ist, erfahrt ihr hier von mir.

"Blindgänger"

Es ist schon vier Jahre her, als ich mich an diese Geschichte gemacht habe. Die Gründe, warum ich mich an "Blindgänger" gemacht habe, kamen aus allen Ecken. Ich fasse sie mal zusammen.

Ich hatte einige Jahre immer wieder das Gefühl, dass die Generationen an Heranwachsenden eigentlich immer ähnliche Ängste teilen. Ich habe mir viele Geschichten von meinen Eltern angehört, habe sie mit meinen eigenen verbunden, wieder auseinander-klamüsert, dann nochmal zusammengetan... Und eigentlich waren die Dinge, über die man so nachdenkt als Kind und Teenager ähnlich - na ja, und aber auch doch irgendwie anders.

Als erste Nachkriegsgeneration hat man dann doch andere Ängste als die dritte in den wenig bedrohlichen 80ern und 90ern. Oder etwa doch nicht?

Zudem kam noch hinzu: ich wollte meinem Vater gerne ein besonderes Geschenk zum 70sten machen. Etwas von seiner Kindheit hineintun, etwas von meiner... Und so ist schließlich diese Geschichte entstanden von den stetig unter unseren Häusern hinschlummernden Blindgängern, während über ihnen die Nachkriegsgenerationen sich eigentlich doch viel mehr über ihre Ängste austauschen sollten, um festzustellen, dass sie recht ähnlich sind.

Und so ist schließlich dieses 380-Seiten-dicke Buch draus geworden. Und ja, es ist rechtzeitig zum Geburtstag meines Vaters fertig geworden. Wirklich wir sind wir auf all den Seiten ab und an mal, ansonsten ist das eine ganz schön erlogene und fantasierte Geschichte, wo die eine Generation noch in den Trümmern des 2. Weltkriegs spielt und die andere wegen Tschernobyl nicht draußen spielen darf - während die Dritte sich schon als politischer Influencer im Netz herumtreibt. Am Ende des Tages, und das war mein eigener magischer Moment, sind wir aber alle ein Teil von diesen Geschichten, und deshalb kann ich auch heute noch, vier Jahre später, einen Blick ins Buch werfen und nicht vor Scham erröten.

Ich bin gespannt, wie viel von euch in "Blindgänger" steckt. Erzählt es mir gerne.
Das Buch gibt's gedruckt oder als Kindle.